Kampfsport: Ein ErkenntnisWeg für Männer 

Nach meiner Wahrnehmung ist Kämpfen ein ErkenntnisWeg. Wenn Du wach bist, lehrt es dich die Technik, wie das Leben erkannt werden kann.

 

I.

Es war so vor 20 Jahren, als ich zu einer Vorführung der weltberühmten Shaolin-Mönche gegangen war.

 

Im Rahmen der Kampf-Show trat ein 93-jähriger Shaolin-Mönch dazu, der mit anmutiger Geschmeidigkeit mir bekannte, einfache Übungen aus dem Hatha-Yoga vollendet vorführte. – Es folgte ein Spagat im Stehen, bei dem er das rechte Balken senkrecht nach oben locker an seinen Kopf legte.

Verblüffenderweise waren es – bis auf diesen Spagat – genau die Übungen und genau die Reihenfolge, die ich selbst 1973 von einem indischen Yogi gelernt hatte.

 

– Die Mönche erklärten, dass die weltberühmte Shaolin-Kampfkunst aus, der Vervollkommnung dienenden, Yoga-Übungen entwickelt worden war. Und zwar, weil das Leben ihnen, nach Angriffen auf ihr Kloster, eben diese Erkenntnis abgefordert hatte.

Nach meiner Wahrnehmung war den Mönchen nun, so viele Jahrhunderte später, aber der eigentliche Erkenntnisweg abhanden gekommen, und es blieben die sensationellen Kung-Fu-Fähigkeiten.

 

II.

Als ich mit dem Kämpfen begann, wollte ich meine Männlichkeit und meinen Mut erproben.

Ich erlebte dabei, kindheitsbedingt, in mir immer wieder Angst; Angst mich durchzusetzen und Angst vor Gewalt. - Ich stellte mich ihr entgegen.

Gleichzeitig war ich jedes Mal aufgeregt und freudig überrascht, wenn sich Angst als Irrtum herausgestellt hatte. – Ich fühlte mich dann jedes Mal freier und innerlich angehoben.

So wurde aus mir in vielen Jahren ein passabler Stock- und Säbelkämpfer.

Eines Tages bemerkte ich plötzlich, dass ich mir, beim freien Kampf mit handgeschmiedetem Säbel, über den großen Spiegel des Trainingsraums zusah.

 – Mein „Ich“ war mit einem Mal den Bemühungen und Anstrengungen des, gegebenenfalls recht schmerzhaften, Kämpfens entzogen!

Ich erlebte eine nie gekannte innere Weite und Unabhängigkeit vom Körper bei gleichzeitig höchster Aktivität.

Eine Präsenz, die ein Verlieren als unmöglich erscheinen ließ. Gleichzeitig hatte ich eine Übersicht, die jede Bewegung des Gegners vorwegzunehmen schien.

 

Das entspannte schlagartig mein Gehirn, große Ruhe überkam mich, und ich dominierte den Kampf, bis mein geschätzter Gegner die Runde schließlich für beendet erklärte.

– Freude durchströmte mich! „Ist es nicht schön, Claus, dass wir uns schon am Morgen mit so viel Wesentlichem und überaus Männlichem beschäftigt haben?“ sagte mein Gegenüber. Überaus freudig und gelöst stimmte ich zu.

Nach 20 Jahren betrachte ich das Kämpfen als Erkenntnis-Kunst.

Eine seltene Chance, spontan in den Bereich purer Erkenntnis einzutauchen.

III.

Der Bereich purer Erkenntnis ist nach meiner Wahrnehmung pures Bewusstsein.

– Es ist ein Bereich "Out of the Box"!

FunktionsRaum: die Ausgestaltung – LebensRaum: Bewusstsein.

LebensRaumfahrt, das Zusammenführen beider Räume und deren vollkommenes Zusammenspiel.

Erkenntnis ist nach meiner Wahrnehmung tatsächlich, jedenfalls für den Erkennenden selbst, immer neu: "das gab es bisher noch nicht!"

IV.

Kämpfen erfordert unmittelbares Agieren. Es gibt keine Zeit zum Überlegen. Im Bruchteil einer Sekunde ist zielführende Bewegung gefragt.

Und wenn dir diese Bewegung geschieht, dann merkst Du, dass deine jahrelang sorgsam antrainierten Bewegungen nun als Manövriermasse den spontanen Impulse deines Innersten dienen.

Warum ist das so?

Weil Du danach gefragt hattest, sicher, ohne das Fragen selbst überhaupt bemerkt zu haben!

 

Geht das überhaupt?

Ja, es geht

 

Wann?

Wenn die Frage für dich nachdrücklich wesentlich ist.

V.

Ohne Frage keine Antwort.

Fragen und Vergessen!

 

Tun und Lassen.

 

Die augenblicklich in das Bewusstsein eintretende Antwort ist für dich wahr. –

 

Deine Bewegung geschieht!

 

Sie ist immer die beste, die Du auf diese Weise abrufst.

 

VI.

Alle Wege erfordern Mut.

Alle Wege führen dahin.

 

Du musst ihn g e h e n !

 

Es ist eine Entscheidung.

 

Und keine Sorge:

Wenn Du es wirklich willst, geschieht dir sogar deine Entscheidung!

 

Wie mache ich das?

 

„Geh‘ einen Weg!“

Claus – Zalahn

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Claus Fenger

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