Wie lief denn das Leben vor der Steilwandkurve zur Einmündung zum LebensRaumfahrer:

Inmitten der schönsten Pubertät stellte ich fest, dass die Karriere als Mensch in den ausgelegten Bahnen mit Studien, Beruf, Heirat etc. nicht besonders vielversprechend war. Ich wollte mein eigener Meister werden. Mein "Seelen-Berater" meinte, ich solle es nicht so ernst nehmen und einfach abwarten.

 

Ich wartete ab und fing an zu meditieren. – Das ging voll ab, aber "Erleuchtung" blieb aus. Der Berufsberater beim Arbeitsamt erklärte, dass ich – bis auf eine etwas überdurchschnittliche, schriftliche Ausdrucksfähigkeit – keine Vorzüge besäße. Eine Empfehlung konnte er nicht geben. So meditierte ich weiter und wurde Student.

„Was die Welt im Innersten zusammenhält“ ließ mich nicht los. Ich belegte, neben den normalen Vorlesungen, den Kurs einer Privat-Uni in der „Wissenschaft der kreativen Intelligenz“, von einem indischen Yogi, Physiker und Mathematiker. Der gab den vollen Überblick über Potenzial und Reichweite des Lebens.

 

Von Jura hatte ich nach dieser Einsicht genug und wußte, dass ich genau d a s  jetzt und sofort wollte! – Meditationslehrer werden. – Ich meditierte in Deutschland und in der Schweiz an einer Internationalen Forschungs-Universität; acht Monate lang, täglich sechs Stunden und sieben Stunden Unterricht.

Danach war ich erwacht.

 

 

Gleichzeitig hätte ich nicht gedacht, dass Lebenserfahrung für ein Leben in Freiheit nicht nur unvermeidlich und erforderlich ist, sondern dafür die Grundlage bilden würde.

Auch hätte ich nicht geglaubt, dass ich eine Menge Federn lassen und erst einmal knapp 45 Jahre ganz normale Lebenserfahrung sammeln würde – bevor sich Schritt für Schritt innere Klarheit und Erkenntnis von Wesentlichem einstellen würden:

An die Uni? Um keinen Preis zurück! Vielmehr etwas Praktisches, Schönes und in der Familie liegendes: Textilkaufmann. – Das Gesuchte fand ich dort auch nicht.

 

Also doch zurück zur Uni.

 

Und danach, überraschend, 25 Jahre Anwalt, eigene Kanzlei; Fachanwalt für Familienrecht; Ausbildung zum Mediator im Wirtschafts- und Privatleben; Dozententätigkeit für Recht und Kommunikation.

Beziehungskisten bis zum Rande der Erschöpfung. Gleichzeitig stellten Musik, Meditationsgeschehen und Kampfsport immer wieder Gleichgewicht her. – Äußerst erleichternd!

 

Als Herzensangelegenheit gründete und leitete ich Meditationszentren und unterrichtete seit 1978. In den Boom-Jahren ab 1992 führte ich voll Begeisterung Kurse und Seminare für rund 7.000 Menschen durch. – Eine mit Freunden gründete politische Partei, immerhin bundesweit 2.000 Mitglieder, sollte mit großen, wissenschaftlich geprüften, Gruppenmeditationen das Wissen der "Intelligenz der Natur" in die Politik bringen. – Gewählt wurden nicht – zu früh, meinten die GRÜNEN.

Bei solch weltlicher und „spiritueller" Aufstellung nahm ich an, mein Leben im Griff zu haben. Das war jedoch ein richtiger Irrtum. Angstzustände und Depressionen trugen mich überraschend aus der Kurve. – Burnout; aber überarbeitet hatte ich mich eigentlich nicht.
 

Es war der Beginn der zweiten Lebenshälfte, eine 180° Wendung.

Ich zog an die Ostsee – als Nordlicht und Meeresliebhaber.

Anfang 2018 wandelte sich meine Sichtweise – die ganze Lebenserfahrung war eine ausgezeichnete Vorbereitung auf die Tätigkeit für meine Lebensaufgabe gewesen – eine vielfältige Manövriermasse mit großer Spannweite.

 

Meine Lebensaufgabe findet sich in der Privatklinik hier an der Ostsee, beim Unterrichten von Yoga und Meditation – oder in der Tätigkeit als Mediator – Die Leute merken, dass das anders ist als sonst.

 

Das Leben hat dem LebensRaumfahrer Platz gemacht.

Heiter weiter!

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Claus Fenger

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